La Gomera Reisemagazin, 11.03.2010

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Orte|Chipude

Chipude

Das Bergdorf Chipude in der Hochebene gilt als älteste Siedlung La Gomeras. Schon in vorspanischer Zeit schätzten die Bewohner das fruchtbare Land nahe des Kultberges La Fortaleza. Heute ist Chipude beliebter Startpunkt für Wanderungen.

Chipude liegt nahe am Nationalpark Garajonay und war noch vor 200 Jahren der bevölkerungsreichste gomerische Ort. Den Mittelpunkt bildet der große Dorfplatz mit der bereits im Jahr 1540 gegründeten Iglesia Virgen de la Candelaria.

Große Inselfiesta

Am 15. August findet in Chipude alljährlich eine Fiesta zu Ehren dieser Schutzheiligen statt, die einen Anziehungspunkt für die gesamte Inselbevölkerung darstellt.

Nach einer feierlichen Prozession beginnt die ausgelassene Fiesta mit Tanz bis in die frühen Morgenstunden zu den Klängen lokaler Musikgruppen.

Typisch Bars in Chipude

Um die Plaza herum gruppieren sich die Bars von Chipude, die Einheimische und Wandertouristen anziehen.

Die Fortaleza von ChipudeDenn das Bergdorf eignet sich hervorragend als Standort für Wanderungen in den Nationalpark oder zum Wahrzeichen des Ortes, den Tafelberg La Fortaleza de Chipude.

Alte Kultstätte La Fortaleza

Der Tafelberg, ein erodierter Vulkanschlot mit einem weitläufigen Gipfelplateau in 1241m Höhe, galt bei den Einheimischen vor Ankunft der Konquistadoren als geheiligter Platz für ihre Opferrituale.

Mit Ankunft der Spanier wurde das Felsmassiv zudem als Rückzugsgebiet vor den Belagerern genutzt. Die Altkanarier nannten den Berg Argoday, den Mächtigen.

Imposantes Felsplateau des Tafelberges

Der Name erklärt sich, wenn man den Berg erblickt. Weithin ist er sichtbar, beeindruckt mit einer 500m hohen Steilwand und beherrscht durch seine exponierte Lage die Landschaft des Südenwestens.

Auf der flachen Kuppe des Tafelberges errichteten die Ureinwohner neben Steinkreisen auch Opferaltäre.

Wanderung zur Fortaleza de Chipude

Wandern Sie auf geschichtsträchtigen Spuren und besuchen den einst bedeutendsten Kultplatz von La Gomera, die La Fortaleza de Chipude.

Geübte Wanderer, die auch gerne mal kraxeln, können den Aufstieg beginnen. Sie laufen von der Ortsmitte bis zur Siedlung Pavon und biegen nach etwa 20 Minuten linkerhand in einen von Straßenlaternen gesäumten Weg ein.

Nach einem frei stehenden Bauernhaus führt rechts ein gestufter Weg den Berg hinauf. Eine Steinpyramide weist den Einstieg ins Massiv. Wer nicht gern klettert, genießt von hier aus den Blick und die Atmosphäre.

In einer Kletterpartie geht es hinauf zum Plateau, wo sich Ihnen ein wundervoller Ausblick über Chipude, die Insel La Gomera und das weite Meer bietet.

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Chipude Tipp

In der Hochebene kann es recht kühl und windig sein. Eine Jacke sollte bei Ausflügen stets dabei sein.

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